
Ein Hybrid-Kollektor kombiniert ein Photovoltaik-Modul mit einem Solarthermischen Kollektor. Es handelt sich hierbei um ein Hybrid, da ein solcher Kollektor sowohl elektrischen Strom als auch Wärme erzeugt.
Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, dass in einem PV-Modul immer ein Teil der auftreffenden Strahlungsenergie der Sonne in Wärme umgewandelt wird. Diese Energie geht in konventionellen Kollektoren verloren und führt, bei fehlender Hinterlüftung des Moduls, zu einer Erwärmung des Moduls, wodurch dessen Wirkungsgrad sinkt.
Im Projekt B35 wird ein Kollektor verwendet, bei dem die Wärme an der Rückseite der PV-Module abgeführt wird. Dies geschieht über spezielle wasser-durchströmte Profile, die thermisch mit den Modulen verbunden sind.
Dadurch kann einerseits der elektrische Wirkungsgrad des PV-Moduls erhöht und der Gesamt-Wirkungsgrad des Systems gesteigert werden. Je nach Temperatur kann die Abwärme des Kollektors als Anergiequelle für die Wärmepumpe, als Wärmequelle für die Fussbodenheizung, zur Erwärmung des Brauch-Warmwassers oder zur Aufladung des Erd-Wärmespeichers (2-Zonen Erdwärmesonde) genutzt werden.
Kontakt:
Marc Bätschmann (ETH-GT)
Beteiligte Hochschulinstitute:
ETH Zürich Gebäudetechnik